Another Reality

Deutschland/Schweiz 2019; Regie und Drehbuch: Noel Dernesch und Olli Waldhauer; FSK ab 12; 97 Minuten

Der Film von Noel Dernesch und Olli Waldhauer begleitet über drei Jahre fünf junge Männer, die sich in Strukturen von Gangs und illegalen Familienclans bewegen. Während dieser Zeit sind sich die Filmemacher und die Protagonisten sehr nahegekommen.

Die Männer mit gut gepflegten Bärten, Muckis und dicken Autos geben erstaunlich offenherzig Einblick in ihre Lebensrealität. Was sie aus ihrem Leben, dem aktuellen oder dem früheren zu erzählen haben, würde man eher in einem Spielfilm vermuten als in einer Dokumentation: Denn alle waren sie einmal kriminell, sind es zum Teil heute noch. Und doch ist auch ihr Leben geprägt von Hoffnungen und Träumen, aber auch vom Zwiespalt, zwischen legaler Arbeit und der Sehnsucht nach dem schnellen Geld. Die Möglichkeiten ans schnelle Geld zu kommen sind groß, die Risiken aber auch. Deshalb kann es passieren, dass der Einzelne mehr Zeit hinter Gittern verbringt als draußen.

Ihr Kiez (Wohnviertel) ist die Bühne, auf der sie sich die fünf jungen Männer und ihre zahlreichen Cousins bereitwillig präsentieren und so den Blick freigeben in eine Welt, die nach eigenen Regeln funktioniert. Gangsta Rap und Straßenmilieu: Ein pointiertes Porträt einer Gesellschaftsgruppe auf der Suche nach ihrer Identität. Nah dran an ihrem Alltag, witzig und stilsicher in der Großstadtkulisse in Szene gesetzt.

Die Doku zur Parallelwelt des Clanmilieus in Deutschland erhielt beim DOK.Fest 2019 in München den Publikumspreis.

Filmpremiere ist am 28.5.2020. Ab diesem Datum kann der Film 10 Tage lang über unsere Homepage abgerufen werden. Karten kosten 8.00 € und können bereits ab dem 20.5.2020 gekauft werden.

Systemsprenger

Vorstellung entfällt

Mittwoch, 25. März, 18.00 und 20.30 Uhr

Deutschland 2019; Buch und Regie: Nora Fingscheidt; Darsteller*innen: Helena Zengel, Albrecht Schuch, Lisa Hagmeister, Gabriela Maria Schmeide; FSK: ab 12; Prädikat: besonders wertvoll; 120 Minuten

Pflegefamilie, Wohngruppe, Sonderschule. Egal, wo Benni hinkommt, sie fliegt sofort wieder raus. Die wilde neunjährige ist das, was man im Jugendamt einen „Systemsprenger“ nennt. Dabei will Benni nur eines: Geborgenheit, Liebe und wieder bei ihrer Mama wohnen. Doch diese hat Angst vor ihrer unberechenbaren Tochter. Als es keinen Platz mehr für Benni zu geben scheint und keine Lösung mehr in Sicht ist, versucht der Anti-Gewalttrainer Micha das Mädchen aus der Spirale von Wut und Aggression zu befreien.
SYSTEMSPRENGER ist ein außergewöhnliches Spielfilmdebüt, das sich durch große Kraft und Konsequenz auszeichnet. Regisseurin Nora Fingscheidt möchte damit Verständnis wecken für Kinder, die mit überbordender Energie und ungebremster Wut alle Regeln und Grenzen der Erziehungshilfe sprengen. Und selten kommt einem die Aggression eines Kindes so nahe, wie in diesem Film. Gleich zu Beginn erleben wir Benni, wie sie schreit, um sich schlägt und mit Gegenständen schmeißt. Die Erzieher reagieren erstaunlich „cool“ und unbeeindruckt, denn zu diesem Zeitpunkt hat Benni bereits eine auffällige Karriere durch die verschiedenen Institutionen der Erziehungshilfe hinter sich. (FBW)

Dieser Film ist eine Wucht. Benni ist eine Wucht, herausragend dargestellt von der 10jährigen Helena Zengel. Regisseurin Nora Fingscheidt hat für ihr Spielfilmdebüt jahrelang in Einrichtungen der Jugendhilfe recherchiert und ihre Beobachtungen in der Lebenssituation von Benni verdichtet. SYSTEMSPRENGER lief dieses Jahr auf der Berlinale. Er wurde dort mit dem Silbernen Bären / Alfred-Bauer-Preis sowie dem Preis der Leserjury der Berliner Morgenpost ausgezeichnet.

Frau Stern

Vorstellung entfällt

Mittwoch, 18. März, 18.00 und 20.30 Uhr

Deutschland 2019; Regie: Anatol Schuster; Darsteller*innen: Ahuva Sommerfeld, Kara Schröder, Pit Bukowski, Nirit Sommerfeld, Max Roenneberg; FSK: ab 12; Prädikat: besonders wertvoll; 79 Minuten

In ihrem Leben hat Frau Stern nicht nur vieles erlebt, sondern vor allem auch überlebt. Die 90-Jährige liebte viele Männer, rauchte viel, führte ein Restaurant, und entkam als Jüdin den Nazis. Liebe, das hat sie gelernt, ist eine Entscheidung. Der Tod genauso. Und so entscheidet Frau Stern, dass es nun an der Zeit ist zu sterben. Der Abschied aus der Welt wird ihr allerdings nicht gerade leicht gemacht: Der Arzt mag ihr keine Hilfe sein, aus der Badewanne wird sie von Einbrechern gerettet und von den Schienen hilft ihr ein Spaziergänger wieder hoch. Mit Hilfe ihrer Enkelin Elli will Frau Stern ein für alle Mal kurzen Prozess machen – denn die kennt immerhin den coolsten Dealer aus Neukölln, der ihr garantiert auch eine Waffe besorgen kann. Doch auch dieser Plan geht schief, stattdessen landet die todessehnsüchtige Frau schon bald im verrückten Freundeskreis ihrer Enkelin, in dem sie sich erstaunlich wohlfühlt.

Selbstbestimmtes Leben und Sterben, das Zusammenleben und der Austausch der Generationen, der Umgang mit der Vergangenheit, die Traumata der Überlebenden des Holocausts. Dies alles vermittelt sich beiläufig, ohne Schwere und den berühmten Zeigefinger. Denn trotz seiner thematischen Tiefe ist FRAU STERN vor allem ein leichter, lebensbejahender Film, der durch seine eigenwillige und fast schon symbolische Erzählweise irgendwo zwischen Realität und Fantasie schwebt (…) Ein Film der augenzwinkernd amüsiert, sein Publikum bereichert und glücklich macht. (FBW)

Gelobt sei Gott

Mittwoch, 11. März, 18.00 und 20.30 Uhr

Frankreich 2019; Regie: François Ozon; Darsteller*innen: Melvil Poupaud, Dénis Menochet, Swann Arlaud; FSK: ab 6; 137 Minuten

Alexandre lebt mit Frau und Kindern in Lyon. Eines Tages erfährt er per Zufall, dass der Priester, von dem er in seiner Pfadfinderzeit missbraucht wurde, immer noch mit Kindern arbeitet. Er beschließt zu handeln und bekommt bald Unterstützung von zwei weiteren Opfern, François und Emmanuel. Gegenseitig geben sie sich Kraft und kämpfen gemeinsam dafür, das Schweigen, das über ihrem Martyrium liegt, zu brechen. Ihr Widerstand formiert sich und wird zu einer Lawine, die am Ende nicht mehr aufzuhalten ist…

„Gott sei Dank,“ sagte Kardinal Philippe Barbarin 2016 im Zusammenhang mit den Missbrauchsvorwürfen gegen den französischen Priester Bernard Preynat. „Gott sei Dank seien die Taten bereits verjährt“. Zu Recht sorgte diese Aussage für einen Sturm der Entrüstung. Der Lyoneser Pater soll zwischen 1986 und 1991 in mehr als 80 Fällen gegenüber minderjährigen Kindern sexuell übergriffig geworden sein, was die französische Kirche offenbar vertuschen oder zumindest unter den Teppich kehren wollte. François Ozon stellt sich in seinem eindringlichen Missbrauchs-Drama GELOBT SEI GOTT auf die Seite der Opfer und formuliert eine ruhige und doch mitreißende filmische Anklage, die keinen Raum für zwei Meinungen lässt.

GELOBT SEI GOTT ist ein stark recherchiertes, betont sachliches und gerade deshalb so aufrüttelndes Opfer-Plädoyer, das sich gegen (Frankreichs) Katholische Kirche wendet, die zu lange zu Missbrauchsfällen innerhalb der Institution öffentlich geschwiegen und so den Missbrauch weiterer Opfer billigend in Kauf genommen hat.

Lara

Mittwoch, 4. März, 18.00 und 20.30 Uhr

Deutschland 2019; Regie: Jan-Ole Gerster; Darsteller*innen: Corinna Harfouch, Tom Schilling, André Jung, Volkmar Kleinert, Rainer Bock; FSK: ab 0; Prädikat: besonders wertvoll; 100 Minuten

Es ist Laras sechzigster Geburtstag, und eigentlich hätte sie allen Grund zur Freude, denn ihr Sohn Viktor gibt an diesem Abend das wichtigste Klavierkonzert seiner Karriere. Schließlich war sie es, die seinen musikalischen Werdegang entworfen und forciert hat. Doch Viktor ist schon seit Wochen nicht mehr erreichbar und nichts deutet darauf hin, dass Lara bei seiner Uraufführung willkommen ist. Kurzerhand kauft sie sämtliche Restkarten und verteilt sie an jeden, dem sie an diesem Tag begegnet. Doch je mehr Lara um einen gelungenen Abend ringt, desto mehr geraten die Geschehnisse außer Kontrolle.

Corinna Harfouch spielt hier eine ihrer wichtigsten, wenn nicht die bisher größte Rolle ihres Lebens. Sie ist in jeder Einstellung des Films zu sehen und spielt sämtliche Sequenzen mit einer grandiosen Energie und Intensität. Man glaubt ihr, dass Lara, so wie sie sie verkörpert, mit einem einzigen Wort das Selbstbewusstsein ihres Sohnes so erschüttern kann, dass dieser sich kaum traut, die Chance seines Lebens, nämlich die Uraufführung einer seiner Kompositionen, wahrzunehmen. Diese Frau scheint alles durchschauen zu können, während ihr eigenes Leben sich für sie als ein riesiger blinder Fleck erweist, und genau dieses Dilemma bildet den tragischen Kern des Films. (FBW)

Tel Aviv on Fire

Mittwoch, 26. Februar, 18.00 und 20.30 Uhr

Luxemburg/Frankreich/Israel 2018; Regie: Sameh Zoabi; Darsteller*innen: Kais Nashef, Yaniv Biton, Maisa Abd Elhadi, Lubna Azabal, Nadim Sawalha; FSK: ab 12; 101 Minuten

Voller Spannung warten die Bewohner*innen der Metropole Tel Avis auf die schnulzige aber dennoch beliebte Seifenoper Tel Aviv on Fire. Jeden Abend flimmert diese Serie über die Bildschirme der Stadt und vereint Israelis als auch Palästinenser vor den Fernsehapparaten. Der junge Palästinenser Salam ist als Drehbuchautor für die Sendung beschäftigt und muss für die Dreharbeiten täglich die Grenze zwischen Israel und dem Westjordanland überwinden. Bei einer Grenzkontrolle landet das Skript für die nächste Folge in den Händen des israelischen Kommandeurs Assi. Dieser Fund kommt dem Grenzkontrolleur gerade recht. Seit Tagen langweilt sich der Beamte sehr. Um seine Frau zu beeindrucken, zwingt er Salam, das Skript abzuändern. Wider Erwarten wird aus der umgeschriebenen Geschichte ein großer Erfolg! Damit dieser Durchbruch keine Eintagsfliege bleibt, arbeiten die beiden – ein Israeli und ein Palästinenser – weiter an immer neuen schnulzigen Dialogen und absurden Drehbuchentwicklungen. Doch damit wächst auch der Einfluss des israelischen Militärs auf eine populäre, aber eigentlich auch anti-zionistische Soap-Opera. Als die Serie abgesetzt werden soll, steht Salam vor einem großen Problem.

Bruder Schwester Herz

Mittwoch, 19. Februar, 18.00 und 20.30 Uhr

Deutschland 2019; Regie: Tom Sommerlatte; Darsteller*innen: Sebastian Fräsdorf, Karin Hanczewski, Wolfgang Packhäuser; FSK: keine Angabe; Prädikat: besonders wertvoll; 105 Minuten

Die Rinderfarm des Vaters am Laufen zu halten war für Franz und Lilly bisher ihr Leben. Doch während Franz damit zufrieden ist, mit den Erträgen der maroden Farm noch einiger- maßen über die Runden zu kommen, kann sich Lilly immer schwerer mit der Perspektivlosigkeit ihrer Existenz abfinden. Lilly will mehr im Leben erreichen – und sie will auch, dass ihr Bruder Franz, mit dem sie schon immer ein sehr inniges Verhältnis verbindet, mehr möchte. Als Lilly realisiert, dass dies nie geschehen wird und sie eines Tages auf den charismatischen Sänger Chris trifft, entscheidet sie sich die Farm zu verlassen. Franz bleibt zurück, enttäuscht und wütend. Als Lilly dann zurückkehrt, scheint der Graben zwischen den beiden Geschwistern zu tief. Und nie ausgesprochene Gefühle brechen sich in destruktiver Weise Bahn.

Kleine Germanen

Mittwoch, 12. Februar, 18.00 und 20.30 Uhr

Deutschland 2018; Dokumentation; Regie: Mohammad Farokhmanesh, Frank Geiger; FSK: ab 12; Prädikat: besonders wertvoll; 90 Minuten

KLEINE GERMANEN macht in einer ungewöhnlichen Verbindung aus Dokumentar- und Animationsfilm auf ein kaum aufgearbeitetes Problem unserer Gesellschaft aufmerksam, das mit Blick auf die rechten Gewaltausschreitungen der letzten Zeit aktueller denn je ist: Kinder, die in einem demokratiefeindlichen Umfeld aufwachsen und nach dogmatischen Prinzipien rechtsextremer Ideologie erzogen werden. Der Dokumentarfilm blickt aber auch über die traditionellen Strukturen rechtsextremer Gruppierungen hinaus in einen Teil unserer Mittelstandsgesellschaft, der immer stärker von rechtspopulistischen Strömungen geprägt ist – und konfrontiert den Betrachter mit Protagonisten, die ihre Kinder im Geist einer demokratiefeindlichen Welt erziehen. Die Animationsgeschichte zieht sich als „roter Faden“ durch den Film und erzählt das tragische Leben der persönlich betroffenen Elsa nach. Als Kind hat sie mit dem geliebten Opa Soldat gespielt. Mit ausgestrecktem rechten Arm hat sie „Für Führer, Volk und Vaterland!“ gerufen und war ganz stolz darauf. Heute blickt sie auf eine Kindheit zurück, die auf Hass und Lügen gebaut war und versucht zu verstehen, was diese Erziehung aus ihr und ihren eigenen Kindern gemacht hat.

CINEMA PARADISO zeigt im Rahmen der Woche für Demokratie und Toleranz diesen Film in Zusammenarbeit mit dem DGB Kraichgau und dem Jugendreferat der Stadt Sinsheim. Im Anschluss an den Film laden wir Sie zur Diskussion ein. Nach jeder der beiden Vorstellungen ist auch der Regisseur Frank Geiger anwesend.

Synonymes

Mittwoch, 5. Februar, 18.00 und 20.30 Uhr

Israel/Frankreich/Deutschland 2019; Regie: Nadav Lapid; Darsteller*innen: Tom Mercier, Quentin Dolmaire, Louise Chevillotte, Uri Hayik, Léa Drucker; FSK: ab 12; 123 Minuten

Yoav hat keinen guten Start in Paris. Die Wohnung, an deren Tür er klopft, ist leer. Als er dort ein Bad nimmt, werden seine Sachen gestohlen. Dabei ist der junge Israeli mit höchsten Erwartungen hierher gekommen. Er will so schnell wie möglich seine Nationalität loswerden. Israeli zu sein, ist für ihn eine Belastung, seine Landsleute nerven ihn ebenso wie die Besuche auf der israelischen Botschaft. Franzose zu werden hingegen bedeutet für ihn die Erlösung. Um seine Herkunft auszulöschen, versucht Yoav die Sprache zu ersetzen. Kein hebräisches Wort soll mehr über seine Lippen kommen, stattdessen setzt er alles daran, sein Französisch zu vervollkommnen. Das Wörterbuch wird zum ständigen Begleiter auf seinen ziellosen Streifzügen durch Paris. Halt findet er scheinbar bei Caroline und Emile, einem jungen französischen Paar, mit dem er sich anfreundet. Doch ihr Interesse an seiner Person scheint nicht ganz selbstlos zu sein…

Basierend auf eigenen Erfahrungen erzählt Nadav Lapid hintergründig und mit trockenem Humor von der Schwierigkeit neue Wurzeln zu bilden. Der Versuch zu sich selbst zu finden, weckt die bösen Geister der Vergangenheit und existenzielle Abgründe tun sich auf. Eine tragikomische Hommage an die Nouvelle Vague, ein rauschhafter Trip durch das Paris von heute, eine unsentimentale Geschichte über den Versuch in einem neuen Leben anzukommen. Auf der Berlinale 2019 wurde dieser mutige Film mit dem Hauptpreis, dem Goldenen Bären, ausgezeichnet.

Born in Evin

Mittwoch, 29. Januar, 18.00 und 20.30 Uhr

Deutschland 2019; Dokumentarfilm; Regie: Maryam Zaree; FSK: keine Angabe; Prädikat: besonders wertvoll; 96 Minuten

Die Filmemacherin Maryam Zaree geht in ihrem Dokumentarfilm den ungewöhnlichen Umständen ihrer eigenen Geburt nach. Sie wurde in einem der berüchtigsten politischen Gefängnisse der Welt geboren. 1979 wurde der Schah und damit auch die Monarchie Irans gestürzt. In der Folge ließ der neue religiöse Führer, Ayatollah Kohmeni, nach seiner Machtergreifung Zehn- tausende politische Gegner verhaften und ermorden. Unter den verfolgten Menschen befanden sich auch die Eltern von Maryam, die trotz der schwierigen Umstände die Gefangenschaft überlebten und anschließend nach Deutschland flohen. Bis heute wurde innerhalb der Familie nicht über die Verfolgung und die Zeit im Gefängnis gesprochen. Maryam Zaree war das Schweigen satt und wollte sich ihre Fragen nach dem Ort und den prekären Umständen ihrer Geburt selbst beantworten. Dabei trifft sie auch andere Überlebende, die wie sie in Gefangenschaft geboren wurden.