4 Könige

Mittwoch, 9. Oktober, 18.00 und 20.30 Uhr

Deutschland 2015; Regie: Theresa von Eltz; Darsteller*innen: Jannis Niewöhner, Jella Haase, Paula Beer, Clemens Schick; FSK ab 12; Prädikat: besonders wertvoll; 99 Minuten

Weihnachten – das Fest der Liebe und die Zeit der Harmonie und Geborgenheit. Weil bei ihnen zu Hause die Familienkonflikte kurz vor Weihnachten eskalieren, verbringen vier sehr unterschiedliche Jugendliche dieses Jahr Heiligabend in der Psychiatrie. Zu ihrem Glück steht ihnen der unkonventionelle Arzt Dr. Wolff zur Seite, der in allen vier ihre Stärken sieht und ihnen mehr zutraut als sie sich selbst. Gemeinsam erleben sie ein Weihnachten, das sie nie vergessen werden – voller Trotz und Traurigkeit, aber auch voller Ironie und Überraschungen. Der Film lebt vom lebendigen Spiel seiner jungen Hauptdarsteller*innen. Dazu versammelt die Regisseurin die besten Schauspieler ihrer Generation. Einfühlsam erzählt sie die Geschichte von vier Heranwachsenden, die ihren Platz in der Welt erst noch finden müssen. Charmant und ironisch ist 4 Könige der etwas andere Weihnachtsfilm, der auch im Oktober sehenswert ist.

CINEMA PARADISO zeigt den Film in Zusammenarbeit mit dem Bürgerkreis für psychosoziale Arbeit e. V. in Sinsheim.

Aufbruch zum Mond

Mittwoch, 2. Oktober, 18.00 und 20.30 Uhr

USA 2018; Regie: Damien Chazelle; Darsteller*innen: Ryan Gosling, Claire Foy, Jason Clarke, Christopher Abbott; Prädikat: besonders wertvoll; FSK: ab 12; 138 Minuten

Der Film erzählt die Geschichte des Mondflugs der Apollo-11-Mission und bleibt dabei ganz bei der Perspektive Neil Armstrongs. Neben der detailgenauen Rekonstruktion der fast körperlich spürbaren Mission ist der Film ein auffällig leises und berührendes Drama, das die Beziehung von Neil und seiner Frau Janet in den Vordergrund stellt. Eine Beziehung, die schon früh am Krebstod der erst dreijährigen Tochter Karen zu zerbrechen droht. Ryan Gosling spielt Armstrong mit jener emotionalen Zurückhaltung, die viele seiner Rollen auszeichnet und die die Figur dennoch dem Zuschauer nahebringt. Claire Foy zeigt Janet als eine starke Ehefrau, die über ein unglaubliches Maß an innerer Kraft verfügt und ihren Mann, der sich mehr und mehr in sich selbst zurückzieht, immer wieder wachrüttelt, um sich dem Leben und seiner Familie, die ihn braucht, zu stellen. Chazelle inszeniert die Szenen der beiden intensiv und zum Schluss sogar ohne Dialog. Man versteht auch so, was Neil und Janet miteinander durchgemacht haben.

Generell zeichnet Aufbruch zum Mond ein kluges und klar konzipiertes Sound-Design aus, mit einer genauen Balance zwischen lauten Momenten der Überwältigung und ganz leisen Momenten der Zurückgenommenheit. Dazu kommen ein starker Cast, eine exzellente Kamera sowie eine beeindruckend authentische Ausstattung. Überwältigendes Kino in seiner stärksten Form.

Border

Mittwoch, 25. September, 18.00 und 20.30 Uhr

DK/Schweden 2018; Regie: Ali Abbasi; Darsteller*innen: Eva Melander, Eero Milonoff, Jörg Thorsson, Ann Petrén; Prädikat: besonders wertvoll; FSK: ab 16; 111 Minuten

Die Grenzbeamtin Tina ist eine bemerkenswerte Erscheinung. Ihr seltsam geschwollenes Gesicht, ihr bohrender Blick und ihre körperliche Kraft verleihen der jungen Frau etwas Animalisches. Tina hat zudem eine besondere Fähigkeit: Sie kann Angst, Scham und Wut anderer Menschen wittern. Ihr Talent macht sich der schwedische Grenzschutz erfolgreich zunutze, um Kriminelle aufzuspüren. Dennoch fühlt sich Tina seltsam fremd unter ihren Mitmenschen und lebt einsam und naturverbunden als Außenseiterin in den Wäldern. Doch dann begegnet sie Vore, der ihr auffallend ähnlich sieht und bei dem ihre Begabung an ihre Grenzen stößt. Tina ahnt, dass er etwas zu verbergen hat. Und doch, unbefangen, wild und erstaunlich frei, wirkt Vore ungemein anziehend auf sie. Tina spürt bei ihm eine Vertrautheit, die ihr bisher fremd war. Als die beiden sich näherkommen, offenbart Vore ihre mystische Herkunft. Aber dieses Wissen bringt nicht nur neue Freiheiten, sondern auch unbequeme Herausforderungen mit sich, denen sich Tina stellen muss.