I, Tonya

Mittwoch, 26. Dezember, 18.00 und 20.30 Uhr

USA 2017; Regie: Craig Gillespie; Darsteller*innen: Margot Robbie, Sebastian Stan, Allison Janney, Bobby Cannavale, Caitlin Carver; FSK ab 12; 119 Minuten

Sie war die berühmteste Person der Welt – nach Bill Clinton. Und eine der besten Eiskunstläuferinnen. Als erste Amerikanerin sprang Tonya Harding innerhalb eines Wettbewerbs gleich zwei sogenannte Dreifach-Axel – einen der anspruchsvollsten Sprünge im Eiskunstlauf. Doch eine Rabenmutter, ein dummer Ehemann und ein unglaublicher Skandal brachten sie zu Fall. Ihr Name wird für alle Zeiten mit dem Attentat auf ihre Konkurrentin Nancy Kerrigan in Verbindung bleiben.

Diese Geschichte ist total verrückt und wahrlich unglaublich, und deshalb lässt sie sich nur als Satire erzählen. Craig Gillespie hat keine Dokumentation, sondern eine pechschwarze, furiose und urkomische Satire gedreht und erzählt so die wahre Geschichte der Eiskunstläuferin Tonya Harding. Herausragend im Film ist die schauspielerische Leistung von Margot Robbie als Tonya, und das nicht ihrer Eislaufkünste wegen. Sie spielt die Hauptfigur zwischen trotzig und hysterisch, vulgär und kämpferisch, und präsentiert uns einen dreidimensionalen, vielschichtigen Charakter, der uns seine Seite der Geschichte erzählt. Sehenswert!

Camino a la Paz

Mittwoch, 19. Dezember, 18.00 und 20.30 Uhr

Argentinien 2015; Regie & Drehbuch: Francisco Varone; Darsteller*innen: Rodrigo de la Serna, Ernesto Suarez, Elisa Carricajo, Maria Canale; 94 Minuten; Omu

Sebastián ist Mitte 30 und treibt weitestgehend ziellos durchs Leben. Er hat ohnehin nur zwei Leidenschaften im Leben: seine Rockband Vox Dei und seinen liebevoll hergerichteten Peugeot 505. Etwas zu kurz kommt da seine Freundin Jazmín, die sich sehnlichst ein Kind wünscht. Weil die beiden in großer Armut leben, geht Sebastián eines Tages auf ein ebenso außergewöhnliches wie lukratives Jobangebot ein: Mit seinem Peugeot fährt er den greisen Jalil von Buenos Aires ins bolivianische La Paz. Von dort aus will der streng gläubige Jalil irgendwie nach Mekka kommen. Das Problem ist die lange, mehrere Tage dauernde Fahrt, da sich Jalil und sein Chauffeur nicht besonders gut verstehen. Doch Sebastián braucht das Geld und nimmt deshalb alle Ärgernisse in Kauf.

Der Titel des Regie-Debüts von Francisco Varone ist doppeldeutig. „Camino a La Paz“ kann zum einen „Der Weg nach La Paz“ bedeuten, aber auch „Der Weg zum Frieden“. Der Film lebt vom Schwung und der Unvorhersehbarkeit, die die Beziehung der beiden Männer auszeichnet. Dem Regisseur gelingt ein kleiner und feiner Film über zwei komplexe Charaktere, die auf ihrem Trip allerlei überraschende Ereignisse erleben.