Die andere Seite der Hoffnung

Mittwoch, 27. September, 18.00 und 20.30 Uhr

Finnland/Deutschland 2017; Regie: Aki Kaurismäki; Darsteller: Sherwan Haji, Sakari Kuosmanen, Ilkka Koivula; FSK: ab 6; 100 Minuten

Der syrische Mechaniker Khaled Ali ist nach dem Dauerbombardement seiner Heimatstadt Aleppo auf der Flucht durch halb Europa. In der finnische Hauptstadt Helsinki stellt er einen Antrag auf Asyl, der postwendend abgelehnt wird. Khaled bleibt als Illegaler in Finnland und taucht unter. Er hat Glück, dass ihn der Neu-Restaurantbesitzer Wikström aufnimmt. Der hat seine trinkende Frau verlassen, um seinerseits einen Neuanfang zu versuchen – genau das ermöglicht er nun auch Khaled, dem er einen Job in seinem Restaurant gibt und gefälschte Aufenthaltspapiere besorgt. Doch die finnische Realität holt den Flüchtling und seinen Helfer ein…

Regisseur Aki Kaurismäki setzt seinen mit Le Havre eingeschlagenen Weg in die politische und soziale Wirklichkeit fort, schüttelt den störrischen Pessimismus, der fast schon zu seinem Markenzeichen geworden ist, noch weiter ab und präsentiert uns mit Die andere Seite der Hoffnung eine staubtrockene und höchst unterhaltsame Flüchtlingskomödie. Der Film ist ein gewohnt wortkarges, aber umso nachhaltigeres Plädoyer für die Menschlichkeit und eine beißende Anklage gegen Engstirnigkeit und Bürokratie.